
Podiumsgespräch
Nahtoderfahrungen und Religion
Mittwoch, 11. März 2026, 19.30 Uhr
Ref. Kirchgemeindehaus, Grosser Saal
Nahtoderfahrungen sind nicht nur weit verbreitet (etwa jede:r fünfte macht in der Nähe des Todes eine solche Erfahrung), sondern sie prägen Betroffene auch zutiefst. Oft beginnt damit auch eine religiöse Auseinandersetzung und Suche. Es gibt Menschen, die sich von ihrer angestammten Religion abwenden – andere vertiefen sie oder finden zurück zum Gottesglauben.
Der moderne Begriff Nahtoderfahrung steht seit seinem Populärwerden in der 80er Jahren in einem spannungsreichen Verhältnis zur Religion – und insbesondere zum Christentum und dessen Auferstehungshoffnung. Unter der Leitung von Daniel Wiederkehr, Pfarrer in Mattenbach, diskutieren der Arzt Reto Eberhard Rast und der Pfarrer Felix Gietenbruch zu diesem umstrittenen Verhältnis.
Reto Eberhard Rast (*1973) begann sich während seiner Assistenzeit als Arzt intensiv für das Phänomen der Nahtoderfahrungen zu interessieren und Erfahrungen reanimierter Patient:innen zu sammeln. 2014 initiierte er die Gründung der SWISSIANDS, der Schweizerischen Informationsplattform für Nahtoderfahrungen, die er seither präsidiert.
Felix Gietenbruch (*1972) begegnet in der Seelsorge immer wieder Menschen, die ihm ihre Erfahrungen aus dem Grenzbereich von Leben und Tod erzählen. In seinem Buch «Höllenfahrt Christi und Auferstehung der Toten» plädiert er für ein Auferstehungsverständnis, das nicht im im Widerspruch zu Nahtoderfahrungen und anderen Sterbeerfahrungen steht.
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